Brustkrebs

Was Sie über Brustkrebserkrankungen – Brustkrebs wissen sollten !

 

Der Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in der Statistik, die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen in Deutschland liegt bei ca. 500.000. In der Krebsstatistik liegt der Brustkrebs der Frau an erster Stelle.

 

Wichtig ist die rechtzeitige Früherkennung – Diagnostik – Therapie

Je früher bösartige Veränderungen erkannt werden – und dies können vor allem Sie selbst erreichen – desto größer ist die Chance einer vollständigen Heilung.

Zur Zeit werden 80 bis 85% aller bösartigen Veränderungen von der Frau selbst entdeckt. Die von der Frau selbst vorgenommene regelmäßige Untersuchung der Brust (vor dem Spiegel betrachten und betasten) – am besten monatlich bzw. einige Tage nach der Regelblutung – trägt erheblich zur Entdeckung bei Veränderungen an der Brust und damit zu einer günstigen Heilungschance bei.

Durch die regelmäßige Selbstuntersuchung sowie durch die Vorsorgeuntersuchung durch den Arzt sollte die Brust bei jeder gynäkologischen Untersuchung mit untersucht werden.

 

Der Brustkrebs läßt sich allerdings nicht verhindern, aber die “rechtzeitige” Erkennung ermöglicht eine sehr gute Heilungschance.

 

Bei folgenden Veränderungen der Brust ist umgehend der Arzt aufzusuchen:

  • Jeder tastbare Knoten
  • Umschriebene Verhärtungen, des Brustgewebes, die sich nach der Regelblutung bzw. nach 3 bis 4 Wochen nicht zurückbilden
  • Absonderung von Blut oder verfärbtes Sekret aus der Brustwarze
  • Entzündungen, Abflachung, Einziehung oder sonstige Formveränderungen der Haut, des Warzenhofes oder der Brustwarze
  • Blutergüsse bzw. blaue Flecken in der Brusthaut ohne Gewalteinwirkung
  • Entzündungen der Brust (Geschwüre) usw.
  • Lymphknotenschwellungen

 

Welche Möglichkeiten hat der Arzt zur Sicherung der Diagnose?

Bei jeder Veränderung an der Brust wird eine Mammographie

(Röntgenbild) durchgeführt.

Im Röntgenbild zeigt sich die ganze Ausdehnung eines Knotens, zusätzlich wird eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt – hier kann zusätzlich auf die Art der Veränderung geschlossen werden.

Jeder tastbare Knoten muß zusätzlich zur Mammographie und Ultraschall operiert oder wenigstes punktiert werden um das gewonnene Material einer Gewebeuntersuchung zu unterziehen.

 

Lassen Sie eine von Ihrem Arzt empfohlene Operation möglichst bald durchführen und schieben Sie den Termin nicht unnötig lange vor sich her. Die seelische Belastung wird mit jedem Tag größer und die Heilungschance eines eventuell bösartigen Tumors verschlechtert sich. Lassen Sie sich vom operierenden Arzt auch die Möglichkeiten und eventuellen Risiken der Krebsbehandlung aufzeigen.

 

Folgende Risikofaktoren sind von Bedeutung und bedürfen einer zusätzlichen regelmäßigen ärztlichen Kontrolle:

  • Familiäre Belastung – Brustkrebs bei Mutter oder Schwester
  • Anamnese – durchgemachte Krebserkrankung
  • Keine Geburten oder späte Erstgeburt (> 35 Jahre)
  • Früh eingetretene Regelblutung (Menarche) (< 11. Lebensjahr)
  • Spät ausbleibende Regelblutung (Menopause) (> 55. bis 57. Lebensjahr)
  • Adipositas (Übergewicht)
  • Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Hoher Alkoholgenuß – Nikotinabusus – hoher Fettverzehr

Bei diesen aufgezählten Risikofaktoren ist das Risiko ca. 3 bis 4 mal höher an Brustkrebs zu erkranken als ohne eine solche Vorbelastung.

Der Brustkrebs bereitet zu einem frühen Zeitpunkt keine Beschwerden oder Schmerzen, deshalb hat die rechtzeitige Erkennung die beste Heilungschance.

 

Autor: Dr. med. D. Weichert